16. März 2013
 

Unsere Mütter, unsere Väter

Stefan Kolditz
17. / 18. und 20. 3. ZDF (Sendedatum)

Sie sind jung, das Leben mit allen Verheißungen liegt vor ihnen. Den Krieg, in den sie ziehen, betrachten sie als eine kurze Episode auf ihrem Weg und als erste Bewährungsprobe. Stefan Kolditz portraitiert in seinem groß angelegten, historischen Dreiteiler eine Generation, die sich im Aufbruch glaubt und sich in einer Katastrophe wiederfindet. Die Handlung setzt im Jahr 1941 ein. Ein fünfköpfiger Freundeskreis aus zwei jungen Frauen und drei Männern, einer von ihnen jüdischer Abstammung, interessiert sich mehr für Swingjazz und die eigenen Hoffnungen als für die Politik. Der Krieg und der braune Terror wird sie allerdings nachhaltig verändern und sie nicht nur mit der Brutalität des Systems konfrontieren, sondern auch mit ihrer eigenen moralischen Zwiespältigkeit.

Stefan Kolditz studierte an der Humboldt-Universität Theaterwissenschaft und promovierte dort. Er ging zunächst zum Theater, arbeitete als Dramaturg und schrieb eigene Stücke. Seit Mitte der Achtziger Jahre schreibt er Drehbücher. Neben Polizeirufen und Tatorten stammt aus seiner Feder der Zweiteiler über das Bombardement von "Dresden" sowie "An die Grenze," ein Film über Kolditz' Erfahrungen bei den Grenztruppen der DDR.

Stefan Kolditz im Grespräch mit Stichwort Drehbuch

Kommentare

Während meiner Schulzeit in den Niederlanden wurde der Krieg sehr einseitig geschildert. Als Autorin habe ich mir deshalb den Dreiteiler angesehen und fand ihn, die Schauspieler und das Drehbuch grandios. Großes Kompliment. Viele Grüße Astrid Korten
Erhellend, tröstlich, ermutigend. Vielen Dank an Frank & Oliver für diesen spannenden Beitrag. LG - Gerhard
Volltreffer! Gut ausbalancierte Darstellung von Aufbruch, Hoffnung und Untergang. Klare Charaktere, klare Handlungslinien, großartige Gegenüberstellung von Mensch und System. Ein schwer in den Griff zu bekommendes Thema federleicht erzählt.