13. September 2018
 

Bewegte Zeit und stiller See - Ein Rückblick auf FOKUS DREHBUCH 2018

Autor: VDD

FOKUS DREHBUCH 2018 hat am Wochenende wieder für Gesprächsstoff gesorgt - und für einen fantastischen Ausblick auf den Starnberger See.

Kaum eine andere Veranstaltungsreihe hat sich so der  Wertschätzung für die DrehbuchautorInnen verschrieben. Das FünfSeenFilmfestival ist nach wie vor das einzige Festival, das das Drehbuch und seine SchöpferInnen in einer eigenen Reihe in den Mittelpunkt stellt.Eine wunderbare Kooperation zwischen FSFF und VDD, die seit sieben Jahren anhält - bis heute unterstützt von der FFA.

Auch 2018 haben das Festival und dessen engagierter Leiter Matthias Hellwig, der VDD und Kooperationspartner Mixtvision drei Events umgesetzt: das FOKUS DREHBUCH-Panel , das Werkstattgespräch und die Verleihung des von Mixtxtvision gestifteten DACHS Drehbuchpreis auf dem Empfang der Drehbuchautoren.

Am 08. September diskutierte VDD-Vorstand Brigitte Drodtloff auf dem FOKUS DREHBUCH-Panel mit Dinah Marte Golch (VDD-Vorstand), Miriam Düssel (Produzentin Akzente), Claudia Gladziejewski (BR-Redakteurin), Udo Wachtveitl (Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur), Florian Gallenberger (Drehbuchautor und Regisseur) und Stefan A. Lukacs (Drehbuchautor und Regisseur) über das Thema ZEIT. Es ging um persönliches Zeitempfinden, auch angesichts der sich täglich überschlagenden Ereignisse in der Welt, um die Spieglung der Zeit in den eigenen Geschichten sowie um den Einfluss, den Filme zeitübergreifend auf die Gesellschaft haben können bzw. können sollten.  Die "erzählte Zeit" in Drehbüchern formt sich unterschiedlich aus in TV-Filmen und im Kino. Horizontal erzählte Serien bringen aktuell den großen Vorteil mit sich, dass AutorInnen sich mehr Zeit zum Erzählen nehmen können, um Figuren und deren Entwicklung besser auszuarbeiten und durch die Geschichte zu führen. Immer wieder kehrte die Diskussion allerdings zum Thema Zeit für die Stoffentwicklung zurück: Die kreativste Zeit für DrehbuchautoInnen und leider auch die am wenigsten wertgeschätzte und honorierte Zeit, die die Schöpfer der Filmgeschichten in ihre Arbeit investieren. Die Teilnehmer stimmten zu, dass im jetzigen Finanzierungssystem nachgebessert werden muss, um Geschichten entwickeln zu können, die ihre Zeit prägen und die Zeit überdauern.

 

Podiumsdiskussion mit VDD-Vorstand Dinah Marte Golch, Florian Gallenberger, Miriam Düssel, VDD-Vostand Brigitte Drodtloff (Moderation), Udo Wachtveitl, Dr. Claudia Gladziejewski,  Stefan A. Lukacs (v. l. n. r.) 

© FSFF / Pavel Broz

Nach dem Panel ging es weiter zum von VDD und Mixtvision ausgerichteten Empfang der Drehbuchautoren, bei dem zum zweiten Mal der Drehbuchpreis DACHS verliehen wurde, gestiftet von Mixtvision. Es waren sechs Drehbücher nominiert und die Jury, gebildet aus Benedikt Röskau (VDD), Natalie Spinell und Dirk Ahner, wählte nach dem Lesen aller Drehbücher und Sichtung der Filme "303" zum besten Drehbuch, geschrieben von Hans Weingartner (auch Regie) und Silke Eggert (VDD). Gratulation!

 

DACHS-Drehbuchpreis-Verleihung. v.l.n.r.: Matthias Helwig (Festivalleiter), Brigitte Drodtloff, Jury-Mitglieder Benedikt Röskau und Natalie Spinell, Sebastian Zembol, gf. Gesellschafter Mixtvision Foto:FSFF/VDD©paveldesign

Als Auftaktveranstaltung fand am 7.September im Kino Breitwand in Gauting das beliebte FOKUS DREHBUCH-Werkstattgespräch statt. Dabei präsentierten wir zwei sehr unterschiedliche Drehbücher: das wortgewaltige, anrührende und mitreißende "303" von Hans Weingartner und Silke Eggert (VDD) und das "STYX"-Buch, das kaum Dialoge hat, hauptsächlich die Aktion, die Details und das Gefühlskarussell der Hauptdarstellerin einfängt und das von Wolfgang Fischer und Ika Künzel geschrieben wurde. Es wurden Szenen vorgelesen von Christian Lex (VDD-Vorstand) und der Moderatorin des Abends Brigitte Drodtloff (VDD-Vorstand), die mit dem verfilmten Material verglichen werden konnten. Dabei erzählten die Autorinnen über den langen Entstehungsprozess: "303" hat über sieben Jahre und "STYX" über neun Jahre gebrauch, bis zur Verfilmung. Dann wurden die Wege der Personenfindung beleuchtet und mit dem Publikum über die jeweiligen Geschichten diskutiert. Es war ein intensiver Gesprächs-Abend, der nicht mehr enden wollte.

 

Werkstattgesprächn mit VDD-Vorstand Christian Lex, Silke Eggert (VDD, "303"), Ika Künzel (STYXX"), VDD-Vorstand Brigitte Drodtloff (v. l. n. r.)  © VDD / Emily Reimer

Das war FOKUS DREHBUCH 2018.

Ein herzlicher Dank vom VDD geht an das FünfSeenFilmFestival und an Mixtvision, namentlich an Matthias Hellwig (FSFF) sowie Sebastian Zembol und Dagmar Kusche.

Ein ganz besonderer Dank geht an die FFA für die großzügige Unterstützung.

Herzlichen Dank natürlich auch an VDD-Vorstand Brigitte Drodtloff für Organisation und Moderation sowie VDD-Vorstand Christian Lex für seinen Einsatz beim Werkstattgespräch.

Großer Dank auch an Angelika Erhardt für die große Unterstützung bei der Umsetzung vor Ort.