22. Februar 2020
 

Die Goldene Lola 2020 für das beste Drehbuch geht an Jan Braren, Marc Blöbaum und Kilian Riedhof

Autor: VDD

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 21. Februar 2020. Beim Empfang des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren (VDD) anlässlich der gestern gestarteten 70. Berlinale überreichte die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, am heutigen Abend die Goldene Lola 2020 für das beste unverfilmte Drehbuch an Jan Braren (VDD), Marc Blöbaum (VDD) und Kilian Riedhof für „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ nach dem Roman „Vous n’aurez pas ma haine“ von Antoine Leiris.

Die renommierte Auszeichnung ist der wichtigste und höchstdotierte Preis für Drehbuchautoren in Deutschland.

Aus der Begründung der Jury: „Mit außergewöhnlichem Feingespür schaffen es die drei Autoren, den Geist der Vorlage zu erhalten. Seine Würde. Seine Zartheit. Und damit auch seine unvergleichliche kostbare Botschaft.“

Der Preis wird seit 1988 für das beste unverfilmte Drehbuch verliehen und ist mit 10.000 € dotiert sowie mit einem Anspruch auf Förderung von bis zu 20.000 € für die Realisation des Drehbuches. Eine Prämie von je 5.000 € geht an Ariane und Frank Zeller, (VDD) die für ihr Drehbuch „Fluchten“ nominiert waren, sowie an Bettina Gundermann und Pascal Nothdurft für „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?”.

 

Foto: VDD/Anna Schäflein, v.l.n.r.: Autor Kilian Riedhof, Vorstand VDD und Moderator der Preisverleihung Sebastian Andrae,  Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters, Autoren Jan Braren und Marc Blöbaum, Geschäftsführer VDD Jan Herchenröder

Die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters betonte:

„Den Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren gelingt die große Kunst, ihren Ideenreichtum in spannende und bewegende Geschichten zu verwandeln. Mit Fantasie, erzählerischem Talent und fesselnder Sprache schaffen sie das Fundament filmischen Erzählens. Um den Zuschauer in den Bann der Geschichte zu ziehen, muss ein gutes Drehbuch eindringliche Bilder heraufbeschwören – und diese film- und serientauglich umsetzen. So sind die Drehbuchautorinnen und –autoren auch filmische Architekten, die mit ihrem handwerklichen Können und ihrer erzählerischen Präzision einen entscheidenden Anteil am Gelingen eines Films haben.“

Sebastian Andrae, geschäftsführender Vorstand des VDD und Moderator der  Preisverleihung, ergänzt: „Mit ‚Meinen Hass bekommt ihr nicht’ hat die Jury ein Drehbuch ausgezeichnet, das auf traurige Weise nicht besser in diese Tage passen könnte. Die Frage, ob man überhaupt politische Filme schreiben und drehen kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie vom Zeitgeschehen überholt werden würden, stellt sich offenbar nicht mehr. Wer gesellschaftlich relevanten Kinofilm will, Drehbücher mit Haltung, muss die Autoren stärken. Der Deutsche Drehbuchpreis, der unsere Leidenschaft für das Kino feiert, ist ein guter Ausdruck dafür.“

Die Preisverleihung und der anschließende Empfang in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz waren mit mehr als 800 Gästen, davon die meisten Autorinnen und Autoren, ausgebucht.

Die Berliner Sängerin und Songwriterin Masha Qrella und Band begleiteten die Verleihung musikalisch mit einer Verbindung aus Indie-Pop und Gedichten von Thomas Brasch.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Verband Deutscher Drehbuchautoren, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Krimifestival TATORT EIFEL und der Landesvertretung Rheinland-Pfalz sowie Audible, dem führenden Produzenten und Anbieter von Hörbüchern, Hörspielen und Podcasts.

Wir gratulieren herzlich den Preisträgern und nominierten AutorInnen!