14. Juli 2021
 

Was verlangen Drehbuchautoren?

Ein Brief an Christine Strobel und ein Diskussionsbeitrag der Filmakademie

Vor zwei Jahren schien die ARD in ihren Leitlinien für den Umgang mit Autoren auf die Forderungen von Kontrakt'18 und dem VDD einzugehen. Doch beide haben den Eindruck, dass die wolkigen Erklärungen in der Praxis kaum positive Wirkungen gezeigt haben. In einem gemeinsam unterzeichneten Brief an die bisherige Degeto-Chefin und neue ARD-Programmdirektorin Christine Strobl verlangt man jetzt klar festgelegte Änderungen im Umgang miteinander. Ansonsten würde das öffentliche Fernsehen den Anschluss an die international gewachsenen Erzählstandards vollends verlieren.

Im Podcast spricht Oliver Schütte zunächst mit Christian Lex, Drehbuchautor, Schauspieler und Vorstandsmitglied im Verband Deutscher Drehbuchautoren sowie Mitglied des Kontrakt'18.

Außerdem diskutieren wir einen Text, der von einer Arbeitsgruppe der Deutschen Filmakademie erstellt wurde. In ihm wird die gängige Praxis der Stoffentwicklung in Deutschland insgesamt untersucht und kritisiert. Autorin Heide Schwochow stellt dort zunächst die um sich greifende Praxis der "Regiefassung" eines Drehbuchs in Frage. Petra Lüschow und Mona Kino widmen sich in längeren Aufsätzen den typischen Mechanismen, mit deren Hilfe hierzulande aus einer originellen Ursprungsidee schließlich eine allseits rund geschliffene und austauschbare Endfassung "entwickelt" wird.

 

In diesem Artikel von Quotenmeter findet sich ein Bericht über den Brief sowie der volle Wortlaut.

Hier kann man den Diskussionsbeitrag von Heide Schwochow, Petra Lüschow und Mona Kino nachlesen, der im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Deutschen Filmakademie entstanden ist.

Podcast mit Christian Lex und den Herausgebern
Christian Lex (c) André Röhner